Allan Paul

Begehren und Hingabe

Begehren und Hingabe sind für den 1975 in Bielefeld geborenen Allan Paul in ei-nem Selbstbekenntnis zentrale Motive seines Künstlertums. Das mag flüchtig be-trachtet auch für viele seiner Kollegen zutreffen und doch ist dieses Wechselspiel in seinem Fall von ganz besonderem Belang. Bei kaum einem anderen Künstler kennt man Arbeiten mit derart vielen offenkundig biografischen und seelischen Bezügen wie bei dem in Potsdam und Werder an der Havel arbeitenden Maler. Fast schon paradox wirkt der Umstand, dass ausgerechnet in diesem havelländischen Landschafts- und Kulturparadies, inmitten der Schlösser, Seen und Parklandschaften, sich ein Malstil ausprägen konnte, dessen Hauptmerkmal ein wilder und geradezu anarchischer Bildaufbau ist. So überrascht nicht, dass die Arbeiten von Allan Paul häufig kontrastreich farbig und manchmal sogar bis an die Schmerz-grenze laut sind. Bei vielen Bildern dampft aus jedem Pinselstrich Farbe etwas von den heftigen Gefühlen ab, mit denen sie beim Malen auf die Leinwand geschleudert wurde.Allan Pauls entfesselte Kunst ist aber weit weniger eine Reaktion auf das ihn umgebende Heute, sondern ihr gestalterisches Chaos liegt eher in der Allgegenwart des Gestern begründet.

Text: Lothar Krone

Werk

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